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Luftbildauswertung

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst empfiehlt zur Überprüfung auf konventionelle Altlasten folgende Vorgehensweise:

1. Luftbildauswertung alliierter Aufklärungsbilder
Auf den Luftbildern des 2.Weltkrieges, die von alliierten Aufklärungsflugzeugen nach den Angriffen gefertigt wurden, sind die bombardierten Bereiche erkennbar. Hierbei wäre zu prüfen, ob das vorhandene Luftbildmaterial auch den letzten Bombardierungsstand zeigt. Diese Informationen sind in aller Regel von den Stadtarchiven zu erhalten.
2. Bohransatzpunkte überprüfen lassen
Bohransatzpunkte in bombardierten und kampfmittelbelasteten Bereiche durch behördlich zugelassene Fachfirmen (KaMiSo) mit Hilfe von Bombensuchgeräten auf Kampfmittelfreiheit überprüfen zu lassen. Zur Ermittlung des bombardierten Bereiches ist zu beachten, daß ein Bombenblindgänger immer seitlich versetzt zur auf dem Bild erkennbaren Einschlagstelle liegt. Durch die Meßfehler und Verzug der Luftbildmaterials können Blindgänger bis zu 10 m versetzt zur erkennbaren Bombardierung/Einschlagstelle angetroffen werden.
3. Nicht mit Bombensuchgeräten überprüfbare Bereiche
Speziell auf Bahnhöfen sind durch Gleisanlagen, nicht abschaltbare Fahroberleitungen, Schlackeverfüllungen und im Untergrund verlegte Ver- und Entsorgungsanlagen etc. oftmals starke magnetische Störfelder vorhanden, die Überprüfungsarbeiten mit Bombensuchgeräten verhindern. Zur Überprüfung dieser Bereiche bietet sich die Tiefensondierung an.

Originalaufnahmen vom Münchner Flughafen nach Ende des 2.Weltkrieges im Juni 1945.
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