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Informationen zur Gefährdungseinschätzung von Bombenblindgängern

Viele Stadtgebiete, ehemalige Flugplätze, Verkehrsknotenpunkte, Industrie- und Gleisanlagen wurden während des 2.Weltkrieges bombardiert.

Es ist davon auszugehen, daß ca. 10 - 15 % der abgeworfenen Bomben nicht zur Wirkung gelangten und auch heute noch eine latente Gefahr für die Umgebung darstellen.

Die Gefährdung, die von den Bombenblindgängern ausgeht, bestimmt sich im wesentlichen durch die Art und Menge der in ihnen enthaltenen Explosivstoffe und der Bezünderung.

Neben den verwendeten einheitlichen Sprengstoffen wie Salpetersäureestern, Nitrokörpern und Nitrosaminen wurden Sprengstoffmischungen sowie, infolge von Rohstoffmangels, auch Ersatzstoffe in die Bombenhülle eingebracht, die in Verbindung mit Klebern, Lacken, oder Metallen unkalkulierbare chemische Reaktionen auslösen können.

Dieser Umstand sensibilisiert vielfach die verwendeten Explosivstoffe, deren Brisanz durch die "unsachgemäße Langzeitlagerung" im Erdreich kaum in Mitleidenschaft gezogen wird und noch Jahrzehnte wirksam ist.

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